Heinrich aber Heiner klingt schöner
Ich kann es gar nicht fassen weshalb ich dem ein ganzes Kapitel widme jedoch…einen gewissen Spannugsbogen hat die Sache doch irgendwie.
Nun, wenn ich zurückblicke fällt mir sofort die erste Begegnung ein. Es war der erste Schultag, alles war neu und ungewohnt für mich so musterte ich all meine zukünftigen Kollegen. Mein Blick klebte an einem Kerl fest, der so unauffällig auffallend gekeidet war, dass es ziemlich lachhaft aussah. Sogar an den ersten Satz welchen ich aus seinem Mund hörte kann ich mich genau erinnern. ,,Ihr seid alle so jung!” Nun mit seinen 22 Jahren war er also der älteste des neuen Jahrganges und dem entsprechen auch seine Vorstellung wodurch ich mir ein grinsen nicht unterdücken konnte. In der Liste der Lehrkräfte war wohl ein Fehler vorhanden und so sprach man ihn als Henrich an, das musste natürlich sofort korrigiert werden mit seiner Aussage ,,Eigentlich Heinrich aber nennen Sie mich Heiner, das klingt schöner!” Ich kann nicht leugnen, dass dieser Satz nun wirklich etwas an sich hatte worüber man lachen musste, dies sah der Rest der Kollegschaft genauso wie ich. Sobald man wusste, dass nun nach dem Namen gefragt wird, sperrte man auch schon die Ohren auf um diesen überaus amüsanten Satz ,,Heinrich aber Heiner klingt schöner” zu hören. Heiner…der Name erinnert mich immer wieder an Schweiner meiner Katze, die trägt den ehrenvollen Namen Heiner Schweiner Leiner. Auch das ist ein Grund, weshalb ich mich köstlich darüber amüsieren konnte, dass die email adresse dieses Kerls Heinerleiner lautete. Selbst jetzt könnte ich noch darüber lachen….Heiner….wo mir auch schon die erste Unterrichtsstunden einfiel. Ich glaube es war ein Spiel um sich die Namen der Mitschüler merken zu können. Also hieß es die Namen in verschiedensten Emotionen wiederzugeben. Nun wir waren bei der Emotion Wollust angekommen und so gab es einen herrlichen Wortwechsel zwischen der Dozentin Sylvia und dem sogenannten Heiner. Ich muss wohl eingestehen, dass ich dies ein klein wenig abartig fand, schließlich war ich es nicht gewohnt soetwas…ähm zu hören… Nun waren es wundervolle mehr oder weniger erotische Gesänge, Sylvia; Heiner! Er; Sylvia……Heiner! Sylvia! Heeeeeiiiiineeeerrr!!!!!Syyyyylviiiiaaaa!!Heeeeeeiiiiinnneeer!
Ok Timeout! Das ist zuviel des guten, das lässt mir noch immer einen kalten Schauer am Rücken entlang laufen. Kennen Sie Jason Biggs? Bekannt aus Filmen wie ,,American Pie, dem Musikvideo der Rockband Wheatus Teenage Dirtbag oder dem Film Loser” Ja, genauso kam mir Heinrich auch vor wo wir bei dem ersten Eindruck angekommen wären. Eines Morgens als ich auf den Zug wartete, stach mir ein junger Mann ins Auge, der ganz neugierig auf einen Bilderautomat starrte und diesen mit völlig faszinierenden Blicken erforschte, ziemlich weltfremd als hätte er solch ein Gerät noch nie im Leben zuvor erblickt. Er trug einen Pullover mit der passend gestrickten Mütze und braunen Cordhosen, die unten bereits ein wenig eingerissen waren dazu. Auf seinem Rücken hing ein alter Rucksack mit den farben rot und einem mittlerweile dreckigem weiß. Seine Haare waren wild und ungezähmt sodass ihm die Locken ins Gesicht fielen! Dazu kam als Krönung die Brille, die ihn wie einen sogenannten Loserstudenten aussehen lassen hat.
Ja….das war Heiner…wie keiner…den ich zuvor gesehen hatte.
Ginge man rein vom optischen, würde man solch einen Typen für zurückhaltend und schüchtern einschätzen, das war er jedoch überaupt nicht. Gut, kennt man ihn genauer ist er doch schüchtern aber niemals auf den ersten Blick. So komme ich an den Punkt seine Art ein wenig genauer zu beschreiben. Zugegeben er kann richtig unverschämt sein, unangebrachte Dinge von sich geben und zudem besaß er doch tatsächlich die Frechheit mich beispielsweise beim Lachen nachzuäffen gut vielleicht höre ich mich manchmal~aber nur manchmal wie ein Meerschweinchen an aber das tut nichts zur Sache denn er klingt wie ein Schäferhund wenn er sich überhaupt mal dazu entscheidet außerhalb der Bühne zu lachen, ansonsten sieht man ihn meistens nur schnippisch grinsen ! Oh da wäre noch etwas, dass ihm nicht entfallen ist nämlich auf einige Dinge, die ich sagte äußerst symphatische, liebreizende Äußerung von sich zu geben. Ein Beispiel wäre da, dass er mich als Daueremotional darstellte. Ja das war sogar im Unterricht vor allen Kollegen. Danke Heiner, das is ja mal wieder nett du Idiot, Spast! Ich kann dich kein bisschen leiden! Unglaublich und solche Bemerkungen von einem Typi, dessen Cordhosen zu groß sind und ihm seine Trainingshose noch einen flacheren Allerwertesten verleihte als er ihn bisher schon besaß.
Heinrich aber Heiner klingt schöner
1. Vollemo, ich?
Sie versuchte grob das Desaster an schmutzigen Gläsern und Bierflaschen zu beseitigen. Mittlerweile war es drei Uhr nachts. Sie trug ein knielanges weißes kleid mit kleinen blauen blüten darauf, kein wunder, dass sie fast am erfrieren war oder war es doch die innere kälte, die sie verspührte? mit vier Gläsern, zwei in jeder Hand ging sie mit geschmeidigen Bewegungen gleich einer Katze den Weg vom Balkon in Richtung Küche. Aus dem Wohnzimmer war eine Stimme zu hören ,,Das Aufräumen können wir doch morgen machen, ich hole kurz meinen Schlafsack aus dem Auto!” ,,Moment, ich zeige dir den Weg aus dem Haus!” entgegnete ihm Missx. Sie führte ihn bis in die große Garage. Heinrich, so hieß er, wirkte ziemlich beeindruckt, ging in Richtung eines bedeckten Autos und fragte was ist das für ein Auto? ,,Ein 300 SL, Hugh Hefner hat den gleichen!” ,,Hat dein Vater irgendwelche sexuellen Komplexe,dass er soviele Autos hat?” ,,ähm nein” sagte missx darauf ,, sexuell läuft es bei ihm ausgezeichnet er hat diverse affären…das sagt alles” er schaute sie kurz an ,,verstehe…” wieder im zurück im Haus, breitete Heiner seinen Schlafsack aus, während Missx dem Gläser hereintragen nachging. Heinrich schaute etwas perplex. ,, Ich habe sowieso nichts anderes zu tun!” ich kann entweder das tun oder dumm da sitzen.hoch in den ersten Stock, wo mein Zimmer liegt kann ich nicht, meine Eltern hatten sich gestritten und glaub mir da könnte ich sowieso nicht schlafen, da hört man einiges!” er schaute sie mit dem typischen bemitleidenden Blick an, so als wäre der Hund eines kleinen Kindes überfahren worden während man daneben stünde. ,,Okay, aber sag bescheid, wenns dir zu stressig wird!” ,,Warum Stress es ist doch alles inordnung!” Mit einem leichten Lachen sagte Heiner,, Du könntest darüber ein Buch schreiben, über die Beziehungen zu Menschen! wirklich, es gibt Menschen die soetwas lesen, ich weiß zwar nicht wer aber es wird sicher welche geben.” Mit schnippischen Unterton erwiderte Miss auf diese Äußerung ,,…er bezeichnete mich als Emotional, das hatte er sich wirklich erlaubt, dies bin ich jedoch absolut nicht!” Er lächelte ,,was du alles noch weißt!” ,,Ja da staunst du was, ich habe ein sehr gutes Gedächtnis in manchen Dingen! Sie ging wieder in Richtung Balkon während er im Wohnzimmer verweilte. ,,Natürlich bin ich nicht emotional sonst würde ich an dieser ganzen scheiße zu Grunde gehen, mein Leben ist scheiße, ich beneide dich um dein Leben und wäre ich wirklich emotional, dann hätte ich mir jetzt wohl die Kugel gegeben und die Wahrheit ist, dass ich dich Liebe aber ich kann es dir nicht sagen weil wir keine Zukunft haben und du wirst nie erfahren wie sehr ich dich liebe.” Dies hatte er jedoch nicht mehr gehört und sie war auch sehr darauf bedacht, dass er dies auch niemals hören würde.